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"Das neue Bürgerbüro der Stadt Kronberg im Taunus am Berliner Platz zeichnet sich durch eine einheitliche und klare Raumgestaltung, durch gute Übersichtlichkeit und ein freundliches Ambiente aus.

Dies ist der Innenarchitektur von Frau Poerschke zu verdanken.

Durch die von den städtischen Gremien vorgenommene Reduzierung der Kosten konnte das ursprüngliche Gestaltungskonzept von Frau Poerschke jedoch nicht komplett umgesetzt werden.

Seit der Eröffnung Ende Januar 2010 zeichnet sich eine hohe Akzeptanz für das Bürgerbüro in der Öffentlichkeit ab!"


Klaus Temmen,
Bürgermeister der Stadt Kronberg



Bürgerbüro
Am Berliner Platz, Stadt Kronberg

Die Räumlichkeiten am Berliner Platz sollten nach Vorgabe von Herrn Bürgermeister Temmen und der Verwaltung der Stadt Kronberg modern und angemessen repräsentativ, aber nicht luxuriös gestaltet werden.

Dem Grundgedanken, die Stadt Kronberg als „Marke“ weiter zu festigen und über das Erscheinungsbild des Bürgerbüros zu präsentieren, sollte ebenfalls in der Gestaltung Rechnung getragen werden.

Das auf 10 Jahre fest angemietete Bürgerbüro sollte für die Bürger ausdrücklich mehrere Funktionen erfüllen!

Da sind natürlich zuerst alle verwaltungsrelevanten Aufgaben aus dem Bereich des Meldeamtes und der amtlichen Veröffentlichungen.

Außerdem waren Informations- und Orientierungsmöglichkeiten für alle Bürger und Neubürger über die Angebote der Stadt, Gaststätten, Hotels und Vereine gewünscht. Zum einen sollte dies durch den persönlichen Kontakt und diverse Auslagen ermöglicht werden, aber auch unabhängig von den Öffnungszeiten über moderne Medien, beispielsweise über einen Bildschirm im Schaufenster.

Eine touristische Funktion mit Angeboten und Informationen zur Stadt (z.B. Stadtpläne, Souvenirs) und ihrer Kultur war ebenso umzusetzen wie auch ein Kartenverkauf von RMV und Kulturkreis möglich sein sollte. Folgende Funktionsbereiche waren in das Bürgerbüro mit 185 m2 im EG plus ca. 60 m2 im KG zu integrieren:

  • Windfang mit Sauberlaufzone und großformatiger Ansicht von Kronberg
  • Infotheke und Telefonzentrale als unmittelbarer Anlaufpunkt mit Kartenverkauf sowie Fax- und E-Pass- Lesegeräten
  • Wartezone mit mindestens 5 Sitzgelegenheiten und Wartebereich für Kinder
  • Ablageflächen, um Anträge und Formulare auszufüllen
  • CI-Präsentationsflächen für die Stadt, z.B. Bilder, Fotos der Stadt, etc.
  • verschiedene Plakatierungs- und Informationsmöglichkeiten für Bürger und Touristen
  • Besprechungsraum für 6 Personen, gleichzeitig Büro für Kulturkreis und Ortsgericht mit PC- und Druckeranschluss
  • 4 Beratungsplätze und 1 Amtsleiterarbeitsplatz mit technischem Equipment
  • Separierung durch niedrige Trennwände
  • Aufenthaltsraum (KG)
  • Planung des Beleuchtungskonzepts nach den Arbeitsstättenrichtlinien
  • Planung der Möblierung unter Berücksichtigung der Arbeitsstättenrichtlinien
  • Archiv und Teeküche (KG)
  • Kunden-WC, barrierefrei nach DIN 18025; Wickelmöglichkeit
  • Zwei Mitarbeiter-WCs im KG
  • Anordnung von zwei Tresoren und Berücksichtigung der Fluchtwege
  • Ansprechende Gestaltung des Schaufensters und des Eingangs als Hinweis auf das Bürgerbüro


Ziel bei der Konzeptentwicklung für dieses Bürgerbüro war es, eine freundliche und warme Atmosphäre, eine für den Bürger leicht erkennbare Organisationsstruktur und ein übersichtliches und zukunftsfähiges Informationsangebot zu schaffen.

Die Gestaltung und eine erkennbare Qualität der Produkte sowie der Materialien sollten dabei dem Wunsch nach Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt genauso genügen können, wie das Bürgerbüro für die Stadt ein wichtiger Baustein der Eigendarstellung sein würde.

Sehr früh fand eine Festlegung der Bodenmaterialien aus natursteinähnlichen Feinsteinzeugfliesen in der belebten Zone des Büros und einem warm-roten Perlon-Rips-Teppichboden in der Beratungszone statt. Letzteres knüpft in der Farbwahl an die Akzentfarbe im Logo der Stadt an.

Kombiniert mit cremeweißen Wänden, weißen, regelmäßig gelochten Decken, alufarbenen Leisten und schwarzer Fensterbank als Akzent sollte ein klares, modern anmutendes Ambiente entstehen.

Die gerade geformten Objektmöbel in weißgrau/Alu und der Innenausbau wie beispielsweise die kreisrunde Infotheke in Glanzweiß werden optisch und haptisch durch wenige Ablageflächen in Nussbaumfurnier aufgewertet.

Die Bestuhlung in den verschiedenen Ausführungen als Bürodrehstuhl oder als leichter Besucherstuhl war passend dazu in Netz oder Kunststoff schwarz gewählt.

Alle Materialien wie auch die Objektmöbel haben sich in anderen öffentlichen Bereichen langfristig bewährt und befinden sich im unteren bis mittleren Preisniveau.

Die verschiedenen Funktionsbereiche gliedern sich, für den Besucher optisch leicht erkennbar, in die offene, mit runden Formen ausgestattete, hell geflieste Eingangs– und Wartezone und in die Beratungszone, welche aus akustischen Gründen mit Teppichboden ausgestattet ist.

Im Wartebereich sind alle Informationen für die Bürger frei zugänglich. Die runde, freistehende Infotheke als Kommunikationszentrum wird betont durch das runde gelochte Deckenfeld und die Pendelleuchten. Sie erfüllt neben der Kurzberatung viele weitere Funktionen. Quasi als Rückwand für diese Form fungiert die räumliche Trennung des Besprechungsraums, an dem dann das barrierefreie Kunden-WC anschließt.

Diese Wand nimmt mit einer flachen Regalkonstruktion Flyer, Prospektmaterial und Karten auf. Ein Infoterminal steht dem Bürger hier ebenfalls zu seiner Information zur Verfügung. An der raumhoch verkleideten Säule sollten Stadtlogo und Stadtinformationen angebracht werden.

In der Beratungszone -hier ist die gelochte Decke deckungsgleich mit dem Teppichboden um 20 cm niedriger abgehängt- sind drei rechteckige Schreibtische streng in Reihe aufgestellt. Der Tisch für den/die Amtsleiter/-in steht, hinter einer farbig bedruckten Glaswand, rechtwinklig dazu und betont damit die besondere Position des Mitarbeiters.

Die gesamte Situation wird durch längliche Pendelleuchten über den Tischen noch betont. Der Besucher sitzt, optimal für vertrauliche Gespräche, mit dem Rücken zur Wartezone. Die Schreibtische werden durch halbhohe, transparente Wandschirme optisch von einander getrennt.

Partiell aufgehängte, durchscheinende Vorhangflächen, die den Beratungsbereich zur Wartezone wie Raumteiler optisch abgrenzen, verstärken den Eindruck der Diskretion und individueller Beratung.

Zur Schaufensterseite waren Plakatwechselträger geplant, die von beiden Seiten mit Ankündigen zu diversen Veranstaltungen bestückt werden können.

Das Kunden-WC sollte eine halbhohe rote Verkleidung aus Vollkernplatten erhalten, an denen Sanitärobjekte in weiß und der Wickeltisch stützenfrei aufgehängt werden können.

Das gesamte Beleuchtungskonzept berücksichtigt die Vorgaben der Arbeitsstättenrichtlinien. Die auf Schränke, bestimmte Wandflächen und Boden gerichteten Einbaustrahler folgen dabei der Struktur des Raumkonzepts, lediglich die Infotheke und die Wartezone erhalten durch abgehängte Pendelleuchten und drei große, kreisrunde Leuchtflächen eine besondere Aufmerksamkeit.

Als besondere Geste der Begrüßung bzw. Verabschiedung des Besuchers hängt im Windfang, auf einer 2,00 m x 1,60 m großen Glasscheibe gedruckt und in der Nacht beleuchtet, das Motiv der Burg mit der Kronberger Altstadt.